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Die Verheißung der Propheten Altes Testament Jesaja 9:5 Numeri 24:17 (Bileam)
Micha 5:1 Jeremia 23:5 Sacharja 9:9
Die ersten Figuren des Krippenjahres
sind Boten
aus vorchristlicher Zeit. Große Ereignisse werfen durch das Licht
der Vergangenheit ihre Schatten voraus. So auch beim Kommen Gottes in
die
von Ihm geschaffene Welt. Die biblischen Propheten waren von Gott
auserwählte
Menschen, deren Aufgabe es war, für Gott und Seine Wahrheit
Zeugnis
abzulegen. Gottes Wahrheit jedoch übergreift alle Zeiten und kann
niemals in einer konkreten Situation ganz ausgeschöpft werden. So
erschließen sich viele der uralten Prophetentexte
rückblickend
noch einmal ganz neu. Der Evangelist Matthäus z.B. versteht die
Verheißungen
der Propheten ganz neu auf dem Hintergrund der Erfahrungen mit Jesus
Christus
und verwendet dafür die Formel: „Das ist geschehen, damit sich
erfüllte,
was durch die Propheten gesagt worden ist." So läßt auch die
Kirche die Propheten im Advent fast täglich in der Liturgie zu
Wort
kommen, um uns auf das Geburtsfest Jesu als den Höhepunkt
göttlicher
Heilsgeschichte einzustimmen. Auch in den Adventskrippen haben die
Propheten
ihren Platz als Zeugen, und stehen als solche ein für die Aussage,
daß das Kind im Stall von Bethlehem Gott selbst sei, der
verheißene
Messias, das Licht der Welt. In dieser Zeugenrolle finden wir sie
bereits
in der ältesten uns erhaltenen Krippe, in einer Krippe der
römischen
Kirche S.Maria Maggiore aus den Jahr 1289. In dieser Zeugenrolle deuten
sie auch den Betrachtern der Krippe in Sankt Michael den inneren
Gehalt
dessen, was wir Weihnachten feiern werden. Den Hintergrund bildet - wie so oft -
die Stadt
und der Tempel von Jerusalem. Im Umfeld dieser Stadt breitet sich
Wüste
aus. Damit wird nicht (nur) eine geographische Situation beschrieben.
Vielmehr
ist die Stadt Jerusalem „Gottes Stadt" auf Erden und der Tempel auf dem
Zionsberg „Gottes Wohnung unter den Menschen" - lange vor der
Menschwerdung
Gottes und vor der Geburt Jesu von Nazareth. Und überall dort, wo
Gott nicht ist, ist „Wüste". In der „Wüste" des Unglaubens -
auch immer wieder des jüdischen Volkes in seiner Geschichte -
verkünden
die Propheten Israels Gottes Wahrheit, Seine Treue und Seine
Verheißungen.
Stellvertretend für viele Gottesboten vorchristlicher Zeit treten
in dieser Adventskrippe fünf alttestamentliche Propheten auf:
Jesaja,
Bileam, Micha, Jeremia und Sacharja. Jeder von ihnen trägt eine
Schrifttafel
mit einer kurzen Botschaft, die wir rückblickend mit der Kirche
als
Hinweise verstehen auf das Kommen des Menschensohnes. Die
Propheten-Zitate
möchten uns einladen, das kommende Fest der Geburt Jesu Christi in
einen großen heilsgeschichtlichen Zusammenhang einzuordnen. Auch
sind sie eine Einladung, sich während dieser Adventszeit
öfter
mal ein wenig Zeit für die private Lektüre der prophetischen
Bücher der Bibel zu nehmen. Die
Prophetenszene 2010:
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