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P. Heribert Graab S.J.



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aktuell: 17. Sonntag, 26.07.
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"Kirchen schrumpfen dramatisch"

So titelt heute (18.07.) der 'Kölner Stadtanzeiger'. Und auch andere Medien wissen kaum mehr als das aus den aktuell erschienenen "Zahlen und Fakten 2014/15" herauszulesen, obwohl dieser umfangreiche Jahresbericht der Deutschen Bischofskonferenz ein deutlich bunteres und differenzierteres Bild von Kirche wiedergibt. Daher sollten wir uns selbst an der Quelle informieren.









Das Inferno von Hiroshima

Am Morgen des 6. August 1945, also in diesen Tagen vor 70 Jahren, um 8.15 Uhr wirft ein US‐amerikanisches Flugzeug die erste Atombombe auf die japanische Stadt Hiroshima ab. Die Bombe fällt 43 Sekunden lang. Dann lodert über der Stadt eine zweite Sonne – zuerst der grelle Blitz einer gewaltigen Explosion, dann eine blendende Helligkeit mit einer pilzförmigen Wolke. Die Bombe explodiert in etwa 580 Meter Höhe – direkt über einem Krankenhaus. Es entlädt sich eine ungeheuerliche Druckwelle – am Punkt direkt unterhalb der Explosion wird die Luft mit einer Geschwindigkeit von mehr als 1500 km/h weggepeitscht, der Überdruck beträgt 35 Tonnen. Diese massive Sprengkraft erzeugt eine extrem erdrückende Hitze – 3900 Grad Celsius ist der Feuerball im Zentrum heiß, was deutlich mehr als der Hälfte der Temperatur an der Oberfläche der Sonne entspricht. Noch in einem halben Kilometer Entfernung schmelzen Dachziegel; in zwei Kilometer Distanz entzündet sich die Kleidung auf der Haut der Menschen. Schließlich wird eine intensive radioaktive Strahlung freigesetzt, die etwa 100 Stunden lang anhält und fast allem Leben in einem Umkreis von rund einem Kilometer um das Epizentrum tödliche Schäden zufügt. In Bruchteilen von Sekunden wird die Stadt Hiroshima mit ihren 350.000 Einwohnern in ein Inferno verwandelt.

Die Sicht eines US‐amerikanischen Militärgeistlichen

Pater George Zabelka war im Zweiten Weltkrieg kath. Militärseelsorger für jene US-Flugzeugbesatzungen, die Massenbombardements über Japan und auch die beiden Atombombenabwürfe ausführen mussten. Ein junger Mensch erzählte ihm vom Gesicht eines kleinen Jungen, den er beim Tiefflug Sekunden später mit Napalm auslöschen würde. Zabelka begegnete US-Soldaten, die ihren Verstand ob der ausgeführten Befehle verloren. Doch er hielt nicht eine einzige
Predigt gegen das großflächige Töten von Zivilisten und kann sich auch an keine diesbezügliche Bischofsstimme seines Landes erinnern: „Ich war fest überzeugt, dass diese Art von Massenvernichtung richtig war; so fest, dass sich mir die Frage gar nicht stellte, ob das überhaupt moralisch vertretbar war. Das machte die ‚Gehirnwäsche', der ich unterzogen wurde, ohne Zwang und Foltermethoden, einfach nur durch das Schweigen meiner Kirche und ihre vorbehaltlose Zusammenarbeit mit der Kriegsmaschinerie des Landes in tausend kleinen Dingen.“

In seinem Schuldbekenntnis erinnert Pater Zabelka an Nagasaki, die „größte und erste katholische Stadt Japans“:
„Man hätte ja erwarten können, dass ich mich als katholischer Priester wenigstens gegen die atomare Vernichtung von katholischen Ordensschwestern aufgelehnt hätte (drei katholische Schwesternschaften sind an diesem Tag in Nagasaki ums Leben gekommen)…Ich habe es nicht getan."

Auszug aus einer Handreichung von Pax Christi
in der Diözese München-Freising




Das Grundlagenpapier für die kommende vatikanische Bischofssynode zur Ehe- und Familienpastoral gibt es jetzt auch in einer offiziellen deutschen Übersetzung.






© SJ-Bild/Walter Schlesinger, Sankt Peter Köln

Bei der Fronleichnamsprozession in Köln wird zwischen den Kerzen und Kreuzen wieder ein geheimnisvolles Zeichen mitgetragen werden: Die radikal einfache, schwarz-weiße Fahne der Jesuitenpfarrei St. Peter zeigt als Ornament einen Code, den man mit dem Smartphone anvisieren kann. Wer eine App auf dem Handy hat, die Barcodes erkennen kann - für den erscheint dann die Botschaft "Effata, öffne Dich" auf dem Display. In Markus 7,32-37 erzählt die Bibel von der Heilung eines Taubstummen durch Jesus. Seine Kommunikationsfähigkeit ist ihm genommen, Freunde bringen ihn zu Jesus und bitten um Heilung. Jesus heilt ihn mit den Worten: "Effata! Öffne Dich!"

Die Kunst-Station Sankt Peter hat mit ihrer kritischen Haltung zu traditionellen Bildern oft das "neu Hinsehen" als einen wichtigen Aspekt im Dialog von Kunst und Religion betont. Kirchen sind voller Bilder und Ikonen, die wir vielfach nicht mehr entschlüsseln können. Die Darstellungen gehören zum gewohnten Kirchenraum, werden aber von vielen nicht mehr hinterfragt - und sind in der Gefahr, zum Dekor zu verkommen.

Die Idee für die Fahne sei vor Jahren vor der Fronleichnamsprozession spontan in der Sakristei unter den Ministranten geboren worden, berichtet Pfarrer Werner Holter SJ. "Das ist es," dachte er und ist immer noch davon überzeugt: Die Idee entspricht dem Selbstverständnis unserer Gemeinde, sich Neuem zu öffnen und sich einzulassen auf die Zeichen und Sprachen unserer Zeit. Die Künstlerin Bea Seggering aus Berlin knüpfte an die alte Tradition des Haussegens an und setzte ihn in einen QR-Code um. Drei Benediktinerinnen aus dem Kloster Mariendonk bei Grefrath stickten 120 Stunden mit Fleiß und handwerklichem Können daran.

"Effata! Öffne Dich!" Der erste Schritt zur Kommunikation ist Offenheit. Wer innerlich "zu", wer durch Vorurteile blockiert ist, nicht hören oder zuhören kann, wer Gott nicht offen gegenübertritt, dem ist eine wirkliche Begegnung nicht möglich. Auch die Prozession am Fronleichnamsfest - der Weg aus der Kirche hinaus in die Stadt - ist eine traditionelle Form der Kommunikation. Die Ministranten von Sankt Peter tragen ihre Fahne dabei begeistert durch die Kölner Innenstadt. Ihre Botschaft auf der Fronleichnamsfahne will entschlüsselt werden.

(http://www.jesuiten.org/jesuiten-in-deutschland/slides-startseite/fronleichnam.html)








Franziskus: „Dieses System verstößt gegen den Plan Jesu“



Zur Ansprache von Papst Franziskus am 9. Juli beim Welttreffen der Volksbewegungen in Boliviens (Santa Cruz della Sierra).


Bald Vergangenheit: Das 'Canisiushaus' auf der Hültzstraße.
Und das ist die Zukunft: 'Jesuiten an Sankt Peter'

In der ersten Oktoberhälfte 2015 steht ein Umzug der Kölner Jesuiten an. Eine etwas kleinere Kommunität wird zukünftig im Pfarrhaus von Sankt Peter wohnen - in unmittelbarer Nachbarschaft jener Kirche also, die schon seit 1950 'Kirche der Jesuiten' ist. Unter gewisser Rücksicht kommen wir also 'nach Hause'. Die neue Adresse wird lauten: Jesuiten an Sankt Peter, Jabachstr. 1, 50676 Köln. Die Telefonnummern bleilben die alten.





Die Gottesdienste und einige 'erbauliche' Texte vom Burgtag:



„In Deinen Toren werden wir stehen …“

(Neuerburg) Große Dinge bereiten sich auf der ND-Burg in der Südeifel vor. Das Vorbereitungsteam von ora&labora hat das Gebäude und das gesamte Gelände inspiziert. Zu tun gibt es wieder eine Menge: Projekte für jedes Handwerkertalent, für alle Gartenfreunde, Steinzertrümmerer, Pinselschwinger und selbsternannte Oberpoliere gibt es in Hülle & Fülle. ora&labora gestaltet neue Realitäten vom 31. Juli bis zum 9. August 2015.

Die Projekte

Der Niedrigseilgarten an der Burgmauer wird um eine Hängeseilbrücke vergrößert und der Kletterparcours wird ausgebaut. Zwei dreiflügelige Tore zum Schieben und Falten kommen vor das Gewölbe. Ein echter Schmied richtet eine dauerhafte Werkstatt im „Gewölbefelsendom“ ein. Die Kapelle wird frisch geweißelt. Ein weiteres Stockwerk bekommt ein neues Stromnetz. Dabei werden auch die Betten mit Nachtlampen und Steckdosen elektrifiziert, auseinandermontiert, abgeschmirgelt und frisch lackiert. Außerdem verbessern wir den Brandschutz in der Burg. Ältere Kinder arbeiten unter fachkundiger Anleitung bei den Bauarbeiten mit.

„Tor & Tür“ lautet das Motto des geistlichen Programmes
mit Burgkaplan Heribert Graab SJ. Im Vorfeld trafen sich ND-Verantwortliche mit Moritz Petry und Anna Kling, Bürgermeister der Verbandsgemeinde und der Stadt Neuerburg sowie dem Vorsitzenden des Burgfördervereins. Der Förderverein wird sich tatkräftig am Bau des Seilgartens beteiligen.

Der Ablauf der Anmeldung ist wie folgt:
1.    Du musst Dich einmalig als Benutzer auf unserer Homepage registrieren (falls Du das letztes Jahr nicht bereits getan hast)
http://www.ora-et-labora.org/registrierung/index.html
2.    Melde Dich als Benutzer an (Benutzer Login).
3.    Dann kannst Du das Anmeldeformular ausfüllen. Für jeden Teilnehmer den Du anmelden willst.
4.    Mit dem neuen Online-Anmeldeverfahren entfällt die bisherige Unterschrift auf dem Anmeldebogen. Die verbindliche Bestätigung Deiner Anmeldung erfolgt nun durch das Überweisen Deines Kostenbeitrages. Bitte dies daher also eher bald als zu spät erledigen.
Kommt mit!
Euer ora&labora Team





Das aktuelle Heft
für Freundinnen und Freunde
der deutschen Jesuiten.
Zum Thema:
 
"Gott will es?
Unterscheiden!"

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