P. Heribert Graab S.J.


Krippenszenen zum Advent und zu Weihnachten 
aus der Jesuitenkirche Sankt Michael, Göttingen  - 
als geistliche Impulse für die Advents- und Weihnachtszeit 









  Szenen zur Weihnacht:


  Außerdem:

  * Zur Stadtsilhouette
     von Jerusalem

  * Zur Bedeutung der Wüste

  * Die Kölner Weihnachts-
    krippen 2011

  * Die Krippe der evangeli-
    schen Erlöserkirche, Hilden

  * Krippenszenen zur
     Passions- und Osterzeit

  * Krippenszenen zu
    Evangelien des Jahres



Einführung





"Krippen sind eine der schönsten Erfindungen von gläubigen Menschen. Sie sind nicht selten wahre Kunstwerke. In sie haben Krippenbauer ihre ganze Phantasie und Liebe hineingesteckt, noch mehr aber vom Glanz, von der Sehkraft und Innigkeit ihres Glaubens. So kommt es, daß Krippen geradezu in Figuren, Formen und Farben gekleideter Glauben sind. Sie verkünden auf ihre unverwechselbare Weise das Evangelium, die Botschaft des Glaubens. Unaufdringlich und unwiderstehlich anziehend zugleich entfalten sie die reiche und tiefe Welt des Glaubens an den menschenfreundlichen Gott. Auf diese Weise treten sie als stille, aber nicht weniger wirkungsvolle Botschafter der guten Nachricht in Aktion."

Mit diesen "Gedanken vor der Krippe" beginnt Christian Schütz OSB ein kleines Meditationsbändchen unter dem Titel "Das Staunen im Stall" (Herder 1995).

Die Weihnachtskrippe in St.Michael steht als eine volkstümliche Krippe in dieser Tradition der bildhaften Verkündigung christlichen Glaubens. Seit 1996 wurde diese Krippe von einem engagierten Team neu gestaltet. Es ging dabei nicht in erster Linie darum, die Krippe zu vergrößern, vielmehr war es das Anliegen, mehr als bisher den theologischen Hintergrund und die Erfüllung der alttestamentlichen Verheißungen im Geschehen der Weihnacht sichtbar zu machen. Neu entworfene Szenen zur Adventszeit stimmen auf das Weihnachtsgeheimnis ein.

Diese Seiten möchten dazu anregen, die Krippenszenen in dieser Tiefendimension zu betrachten und zu meditieren. So sehr auch diese Krippe Kindern Freude bereiten und ihnen auf eine schlichte, bildhaft-erzählende Weise den Glauben der Weihnacht vermitteln will, ist sie doch vor allem für Erwachsene konzipiert. Dahinter steht der Wunsch, diese Krippe möge auch Erwachsenen zu einem tieferen Verständnis ihres Glaubens helfen.

Als Franz von Assisi die ersten "Krippen" als gespielte Szenen initiierte, ging es ihm um einen lebendigen Glauben und um ein geistliches Erleben des weihnachtlichen Glaubensgeheimnisses. Dasselbe Anliegen leitete die Jesuiten, als sie zur Zeit der "Gegenreformation" den Krippendarstellungen zu einer neuen Blüte verhalfen. Sie griffen dabei zurück auf eine Anregung des hl. Ignatius von Loyola, der in seinen Exerzitien die Betrachtungen zum Leben Jesu jeweils abschließen läßt mit einer "Anwendung der fünf Sinne" (cf. EB 121 - 126).

Nehmen Sie sich also ein wenig Zeit für die Betrachtung der Bilder und für eine besinnliche Lektüre der Texte.

P.Heribert Graab S.J.
im Namen des ganzen Teams:
Markus Eidt, Sylvio Krüger, Waltraud Weber-Eidt.